Car Sharing – Erster Vorschlag aus Wangen

Stuttgart-Wangen … Car Sharing liegt im Trend. Es gibt zwei Systeme: Beim standortgebundenen (Beispiel: Stadtmobil) muss das Auto wieder an den Platz zurück, an dem es angemietet wurde. Bei Floating-Systemen (Beispiel: Car2go) kann man das Fahrzeug im Vertragsgebiet überall abstellen. Markus Krautter möchte den Oberen Neckarvororten ein lokales Angebot machen.

Im Februar durfte Markus Krautter sein Konzept den Hedelfinger Bezirksbeiräten präsentieren (WILIH 7.3.2018), im April in Untertürkheim und nun, am 18. Juni, in der öffentlichen Sitzung des Wangener Bezirksbeirates. Auf fruchtbaren Boden fiel Krautters Idee bei allen drei Stadtbezirksparlamenten. Aus Wangen durfte der Geschäftsführer des Autohauses Krautter (Untertürkheim) aber sogar eine konkrete Idee für einen öffentlichen Stellplatz mitnehmen: vor der Kelter (siehe Foto). Einen solchen Platz braucht er wie jeder andere Anbieter – möglichst an einem zentral gelegenen Punkt mit hoher Passantenfrequenz und Nähe zu Haltstellen öffentlicher Verkehrsmittel: „Die Autos zu verstecken macht keinen Sinn!“

Zusammenarbeit mit Flinkster

Einen zentralen An- und Abmietpunkt braucht Markus Krautter auch, um ein vernünftiges Angebot unterbreiten zu können. Müsste er private Stellplätze anmieten, würde das die Mietpreise in unzumutbare Höhen treiben, ist er sicher. Und dass ein Carsharing-Angebot wirtschaftlich sein muss, versteht sich von selbst; sonst gibt es keins. Daher haben die Kommunen natürlich auch ein Interesse an entsprechenden Angeboten für ihre Bürger. Deshalb hofft er auf Unterstützung der Stadt für ein Pilotprojekt. „Ein oder zwei Jahre sollten es aber schon sein sein“, sagte er in Wangen. Markus Krautter kalkuliert bei seinem zunächst auf drei Autos limitierten Modell mit zwei bis drei Vermietungen pro Tag und Fahrzeug, um rentabel anbieten zu können. Beim stadtweit agierenden Anbieter Stadtmobil gehe man angeblich von mindestens acht Vermietungen aus, berichtete Krautter in Wangen unter Hinweis auf Verlautbarungen des Unternehmens mit der roten Fahrzeugflotte.

Warum aber ein lokal eng begrenztes Carsharing und kein Konzept für die ganze Region? Zumindest für den Wangener Bezirksbeirat Peter Selig-Eder (SöS-Linke-Plus) ein Muss; er möchte am liebsten mit einer Plastikkarte bei Stadtmobil und Anbietern wie Krautter ein Auto mieten können. Doch Kooperationen zwischen Autovermietern sind – zumindest momentan – nicht vorgesehen. Markus Krautter, dessen Familienbetrieb in dritter Generation nun auf der Marke Ford basiert, baut sein Konzept auf der Zusammenarbeit des Autoherstellers mit dem nach eigenen Angaben größten Carsharing-Netzwerks Flinkster – einer Konzerngesellschaft der Deutschen Bahn – auf. Der Autohaus-Chef argumentiert mit seiner Kundennähe, attraktiven Preisen und eigenem Fahrzeugservice vor Ort.

Standort-Idee für Hedelfingen

Für Wangen empfahl der Bezirksbeirat einen Carsharing-Platz direkt vor der Kelter. Dieser sei bei entsprechender Verkürzung des langen Taxi-Warteplatzes leicht zu schaffen, meinten die Lokalpolitiker. Nicht ganz so weit war der Untertürkheimer Bezirksbeirat gegangen, der aber immerhin – so Markus Krautter – das Konzept befürwortet und der Stadt eine Prüfung im Rahmen umfassender Verkehrsstrukturüberlegungen nahgelegt habe. Aus Hedelfingen und Rohracker hat Krautter seit seiner dortigen Präsentation im Februar nichts mehr gehört. Das Thema sei zwar noch einmal mit der städtischen Wirtschaftsförderung, dem Bezirksvorsteher und dem örtlichen Gewerbe- und Handelsverein besprochen worden, ein Standortvorschlag resultierte daraus aber noch nicht. Markus Krautter, selber Hedelfinger, hat aber einen: An den Otto-Hirsch-Brücken beim katholischen Gemeindezentrum könnte er sich gut einen Carsharing-Platz vorstellen, sagte er jetzt in Wangen.

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