Digitales Beutelkingeln

Nein, es sind nicht die Rücktrittsgedanken von Horst Seehofer, die uns in den Meldungen der vergangenen Woche wirklich bewegt haben. Auch nicht die Nichtrücktrittsgedanken von Joachim Löw. Regelrecht geklingelt hat es hingegen bei einer Meldung, die zu weiterreichenden Gedankenspielen Anlass gab: Der digitale Klingelbeutel ist erfunden! Endlich: Kirchenbesucher sollen künftig auch mit Hilfe ihrer Giro- oder Kreditkarte an der Kollekte teilnehmen können. Zwar soll es auch weiter möglich sein, Münzen oder – was der Kirche bestimmt lieber ist – Scheine einzuwerfen. Der Beutel bleibt, ist aber wohl auf dem beste Wege, nicht mehr zu klingeln, sondern zum Klick- oder Boingbeutel zu werden. Angeblich denkt man bei den Kirchen sogar schon weiter. Auch über eine Kollekten-App oder bargeldlose Gewissenserleichterung am Kirchenportal wird offenbar bereits gegrübelt. Das wäre praktisch: Mit der passenden Karte in der Tasche, verbucht sich Gottes Lohn wie von selbst. So wie sich das Auto verschließt, wenn man zur Kirche geht, und wieder öffnet, wenn man aus der Kirche kommt. Hoffentlich. Sonst hilft vielleicht Beten?! Nicht bekannt ist, ob man beim digitalen Beutelklingeln auch Bonuspunkte sammeln kann. Oder ob ein Malus berechnet wird, wenn man schon länger nicht gebeichtet hat oder die Kirchensteuer überfällig ist.

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 11.7.2018

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