Freie Aktive Schule – Signale aus Degerloch

Stuttgart-Heumaden … Im nächsten Jahr finden Kommunalwahlen statt. Umstrittene Vorhaben sind im Vorfeld solcher Urnengänge immer eine Steilvorlage für Projektgegner, um andersdenkenden Parteien beziehungsweise Kandidaten für den Wahltag mit Liebesentzug zu drohen. Der Streit um ein Baugrundstück für die Freie Aktive Schule (FAS) Stuttgart scheint als Zankapfel prädestiniert für derartige Gedankenspiele. Sollte der Stuttgarter Gemeinderat nicht rasch die Kurve kriegen, könnte die private reformpädagogische Schule im Kommunalwahlkampf zum Spielball widerstreitender parteipolitischer Interessen werden. Wer will das?

Gegenwind aus Sillenbuch

Vordergründig ist alles ganz klar. Die FAS braucht ein neues Quartier. Denn ihre jetzigen Gebäude, ein ehemaliges Asylbewerberwohnheim an der Hohen Eiche (Hoffeld, siehe Foto), haben keine Zukunft mehr. Die Stadt möchte das Sportgebiet an der Hohen Eiche neu ordnen. Danach wäre für die Schule kein Platz mehr. Ein städtischer Bauplatz an der Bernsteinstraße in Heumaden kam da für einen Schulnebau gerade recht. Ob er der FAS „zugesagt“ oder lediglich „angetragen“ wurde, sei dahingestellt. Jedenfalls hat man bei der Schule erleichtert angenommen, bald nach Heumaden zu wechseln. Bis kurz vor den Sommerferien. Da lehnte der Sillenbucher Bezirksbeirat in einer eilends einberufenen Sondersitzung eine Bebauung der ins Auge gefassten Spielwiese an der Bernsteinstraße mehrheitlich ab. Inzischen hat sich sogar eine Bürgerinitiative gegründet, die die „Bernsteinwiese“ als Grünfläche erhalten möchte. (Mehr dazu hier)

Jetzt standen die städtischen Pläne für die Hohe Eiche auf der Tagesordnung des Degerlocher Bezirksbeirates. Am 25. September wurde das Stadtbezirksparlament von Vertretern des Planungs- und Sportamtes der Landeshauptstadt über den Sachstand informiert. Auch über die Heumaden-Pläne und den Gegenwind aus dem Stadtbezirk Sillenbuch. Mehrheitlich hat der Degerlocher Beirat empfohlen, die FAS an der für die Entwicklung der Hohen Eiche vorgesehene Planungswerkstatt zu beteiligen. Ob das die goldene Brücke ist, über die der Gemeinderat zu gehen bereit ist? Oder werden sich die Fronten weiter verhärten?

Planungssicherheit für FAS?

Ein Sachstandsbericht stand am 2. Oktober auf der Tagesordnung des zuständigen Umwelt- und Technik-Ausschusses im Stuttgarter Gemeinderat. Die Beschlussfassung wurde auf den 16. Oktober vertagt. Danach wird man möglicherweise erkennen können, ob die FAS bald Planungssicherheit bekommt oder nicht. Und damit vielleicht doch noch ohne eigenes Zutun zum Wahlkampfthema wird.

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