Schweigen ist Gold

Es ist keine vegetarische Erkenntnis: Wer Fleisch isst, bekommt in seinem Leben schnell mal Probleme. Ob deshalb nun Franck Ribéry das Lager wechselt, darf allerdings bezweifelt werden. Denn dass sich der französische Fußballstar in Diensten von Bayern München in einem Restaurant in Dubai ein komplett in Blattgold gehülltes Steak zu einem Preis gegönnt haben soll, der gut und gerne einer Monatsmiete von Otto Normalverbraucher entspricht, ist die eine Seite. Die andere: Der prominente Kicker rastete angesichts der auf ihn einprasselnden Kritik völlig aus. Und wie man das heuzutage eben so macht, tat er dies via Internet, so dass bereits so Gott und die Welt mitbekamen, wie man sich besser nicht äußert. Den Rest besorgte die Regenbogenpresse. Und so war schon in den ersten Tagen des Jahres für einen Skandal gesorgt, den die Welt nicht braucht. Dabei ist es doch eigentlich völlig egal, ob jemand, der dem Vernehmen nach pro Tag knappe 20.000 Euro verdient, nicht mal ein Zehntel davon für eine Hauptmahlzeit ausgibt. Tun wir doch auch – okay, auf niedrigerem Niveau. Und warum nicht mal ein Steak essen, das aussieht, als ob es unter einer Rettungsdecke liegt? Wer’s mag. Immerhin soll Blattgold ja nach nichts schmecken. Aber auch wenn dieses frustrierende Geschmackserlebnis mit zu Ribérys Ausraster beigetragen haben mag: Manchmal ist es besser, seinen vollen Mund zu halten. Sei der Anlass noch so golden: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 16.1.2019

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