SUV as SUV can

Nun hat also auch Rolls Royce ein SUV im Programm. Der ehemals britische Hersteller von Nobelstkarossen überlebte die Jahtrausendwende nicht in Selbstständigkeit. Ein Individual-Brexit machte ihn zu einem Teil des BMW-Konzerns. Der wiederum gilt geradezu als Erfinder der Nischenpolitik. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die inzwischen bayerische Automarke es sich nicht nehmen lässt, ein vermutlich eher kleines Käufersegment mit einer rollenden Burg zu beglücken, die auf allen denkbaren Untergründen zu fahren ist. Wasser ausgenommen – sonst hieße der neue SUV eher Titanic und nicht Cullinan, was wohl Assoziationen wecken soll – der größte je gefundene Diamant heißt so. Über Design lässt sich ja trefflich streiten, aber die allermeisten, die den neuen SUV beäugen, werden im ersten Moment wohl eher an einen Marmorblock als an einen Edelstein denken. Beides ist teuer, und der neue SUV auch. Zwar steht der Verkaufspreis wohl noch nicht engültig fest. Die vermuteten 350.000 Euro dürften aber nur eine Klientel ansprechen, die schicke Autos und Diamantschmuck bereits im Überfluss besitzt. Otto Normalverdiener braucht deswegen nicht gleich zum Auszugsdrucker zu eilen, um nachzuschauen, ob er die Bestellung gleich abschicken kann oder sich noch was dazuverdienen muss. Er kauft sich für den Preis sowieso lieber eine Wohnung. Bei den aktuellen Immobilienpreisen allerdings eine ohne Garage, womit sich das Thema Edel-SUV von alleine erledigt hat. Denn ein solches Gefährt will natürlich nicht im Freien übernachten. Sondern in einem Schloss und hinter Riegel.

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 23.5.2018

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