Verkehrsprobleme in Wangen – Leidensdruck wohl nur gering

Auf nahezu jeder Bürgerversammlung ist das Geschrei groß, wenn es um den Verkehr am eigenen Wohnort geht. So auch in Wangen. „Was ist möglich, damit wir zufriedener sind mit der Verkehrssituation in Wangen?” leitete Beate Dietrich einen Bürger-Informationsabend zu Verkehrsproblemen in Wangen ein, der am 24. September im Eberhard-Ludwig-Saal der Kelter stattfand (Foto). Die Bürger waren dazu eingeladen, mit eigenen Ideen für Besserung zu sorgen. Mit gerade mal elf Teilnehmern war die mandatlose Bürgerschaft gegenüber Bezirksbeiräten allerdings nur knapp in der Überzahl. Wozu also das Ganze?

Für wen war das gedacht?

Parken, Durchfahrt durch Wohngebiete und Aufenthaltsqualität waren die drei Themengruppen, die an Arbeitstischen für die Diskussion unter und mit Bürgern vorbereitet werden. An einem vierten Tisch ging es um alle anderen Themen, an einem Stehtisch speziell um den Keltervorplatz. Zur Vorbereitung auf den Themenabend hatte es am 2. Juli in Wangen eine Informationsveranstaltung mit Verkehrsexperten der Stadt gegeben. Nun sollten die Voraussetzungen für Anträge des Bezirksbeirates und für Anträge zum nächsten Haushalt und Bürgerhaushalt der Stadt (2020/21) geschaffen werden, damit sich etwas bessert.

Für wen war die Veranstaltung gedacht? Die meisten der Anwesenden diskutieren bei nahezu jeder Gelegenheit über zugeparkte Gehwege, Schleichverkehr durch Wohnstraßen, „Spielstraßen”-Raser oder das unschöne Sammelsurium auf dem Platz vor der Kelter. Doch wie kommt man an die Verursacher heran? Wie bringt man den Bürger dazu, das Auto stehen zu lassen und auf das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen? Zumindest ab und zu und vielleicht immer öfter. Wie bekommt man in die Köpfe egoistischer Falsch- und Frechparker oder Temposünder hinein, dass sie ihre Mitmenschen – im günstigeren Falle – behindern oder – im ungünstigeren – gefährden? Wo soll Altglas zurückgegeben werden können: Wo man bequem mit dem Auto vorfahren kann oder vor dem Laden, der pfandfreie Glasverpackungen verkauft? (Verkehrs-)Probleme resultieren aus menschlichem (Fehl-)Verhalten. Deshalb können nur die Menschen selbst ihre Probleme lösen. Und zwar alle miteinander – nicht bloß die paar, die sich am Abend des 24. September die Köpfe für und über diejenigen zerbrochen haben, die nicht gekommen waren.

Bezirksbeirat unter sich

Welche Diskussionsergebnisse können dennoch mitgenommen werden und in Initiativen des Wangener Bezirksbeirates münden beziehungsweise weiterentwickelt werden? Beispiele: eine probeweise Unterbrechung der Ortsdurchfahrt beim Bären-Plätzle. Verkehrsberuhigung zwischen OBI und Wohngebiet. Mehr Platz für Fußgänger. Entspannung der (abendlichen) Parkplatzsuche – durch Parkraummanagement, Sammelparkplätze, Vermietung von Elektrorollern für die innerörtliche Fortbewegung, Nutzung von Parkplätzen bei OBI, Penny oder Dänischem Bettenlager. Spiegel an der Renzwiesen-Ausfahrt auf die Ulmer Straße. Neustrukturierung der Möblierung vor der Kelter. Unterflur-Glascontainer – in städtischer Verantwortung – unter dem Keltervorplatz, dort aber kein Weihnachtsbaumsammelplatz mehr. Darüber können die Bezirksbeiräte demnächst wieder unter sich diskutieren. Die Lizenz zum Meckern haben ihnen die Wangener Bürger zurückgegeben.

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