Was wir wissen wollen

Am Fall von Mesut Özil – für alle, die in unserer schnelllebigen Zeit schon wieder die Aufregungsflut aus ihrem Lieblingsinformationsmedium weggeklickt haben, zur Erinnerung: Das ist der deutsche Inzwischen-Ex-Fußballnationalspieler mit türkischen Wurzeln, der sich vor der Weltmeisterschaft mit dem türkischen Präsidenten Erdogan zu einem umstrittenen Fototermin getroffen hat und über den sich auch ansonsten viel sagen ließ und ließe – war wieder einmal schön nachzuvollziehen, wie heutzutage unsere Neugier zu befriedigen versucht wird. Nach Özils Rücktritt aus der Nationalmannschaft haben sich zunächst weniger die unmittelbar Betroffenen wie Bundestrainer Löw oder DFB-Präsident Grindel geäußert. Vielleicht auch, weil deren Stellungnahmen ein wenig auf sich warten ließen, schlug die Stunde der Fußball- und Fußballerversteher, Dampfplauderer sowie Hintergrunderleuchter. Von Beratern, Mannschaftskollegen, auch ehemaligen, und Trainern, die einigermaßen aktuelle Eindrücke mit und von Özil sammeln, mag man ja noch Erklärungsansätze für dessen Verhalten erwarten können. Doch wir wollen natürlich mehr wissen. In der Übergangszeit bis zum nächsten Promi-Skandal interessieren uns „Hintergründe“ – und zwar so brennend, dass wir den Liveticker nicht aus den Augen lassen – aus Özils Jugend, wie er das Kicken gelernt hat, ob er die Schule schwänzte, als im Musikunterricht die Nationalhymne dran war, sein erster Kuss, seine liebstes Tattoo, ob er sein erstes Auto bei einem deutschen oder türkischen Gebrauchtwagenhändler gekauft hat… Und, welches Klopapier er benutzt – wenn er Sch…. gebaut hat!?

Rundgeschaut … Die Seite 3 Kolumne aus dem WILIH … 1.8.2018

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