Weitere Flüchtlingsunterkünfte: Werbung fürs Kennenlernen

Ostfildern-Scharnhauser Park … Neben dem Holzheizkraftwerk im Scharnhauser Park werden im nächsten Jahr in Holzbauweise Unterkünfte für 100 Flüchtlinge entstehen. Bis März dient die leerstehende „Blumenhalle” als Notunterkunft für 120 Flüchtlinge. Am 23. November erläuterten OB Bolay und Landkreisvertreter auf einem Infoabend die Pläne den Bürgern.

Ostfildern Scharnhauser Park Flüchtlingsunterkünfte Bürgerinformation Stadthaus 23.11.2015
Die Diskussion beim gut besuchten Bürgerinformationsabend im Stadthaus war von Interesse und Sachlichkeit geprägt.

Gut 300 Bürger wollten sich aus erster Hand über die Flüchtlingsunterbringung im Scharnhauser Park informieren. Christof Bolay gab gleich zu Beginn ein Bekenntnis zur dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen in den Stadtteilen ab und beschrieb die Entscheidungskriterien für weitere Standorte von Unterkünften: Aufgrund des Andrangs müssten sie verfügbar, baurechtlich zu verwerten und erschließbar sein. Der Oberbürgermeister stellte aber auch klar, dass Flüchtlingsunterkünfte mit dem städtebaulichen Konzept in Einklang zu bringen seien. Außerdem müsse über die Zeit der Flüchtlingsunterbringung hinaus nachgedacht werden, wie das Grundstück später genutzt werden solle. Lediglich in der Parksiedlung wurde kein geeigneter Standort gefunden. Die Stadt Ostfildern hat zum Thema ein Informationsblatt aufgelegt, dessen Inhalte auch über die städtische Internetseite abzurufen sind. Im Internet werden auch die Standorte und Gebäude vorgestellt.

Im Scharnhauser Park ist jetzt die Bebauung eines Grundstücks zwischen dem Reihenhausgebiet am Adolf-Hölzel-Weg und dem Holzheizkraftwerk der Stadt geplant, ein – auf acht bis zehn Jahre – befristetes Angebot. Bezugsfertig dürfte es in einem Jahr sein. Schon für die laufende Woche wurde die Belegung der „Blumenhalle” angekündigt.

Hauptamtlich betreut werden die Flüchtlinge im Landkreis Esslingen durch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit einem Personalschlüssel von 1 zu 100. Den Sicherheitsdienst in den Wohnheimen, die von Filderstadt aus zentral geleitet werden, übernähme eine Firma, die zunächst an allen Tagen rund um die Uhr im Einsatz sein solle, hieß es.

Wie an anderen Orten auch, gibt es Vorbehalte, Sorgen und mitunter sogar Ängste. Auch im Scharnhauser Park meldeten sich Bürger zu Wort, die dies offen aussprachen. Ebenso gab es in etlichen Diskussionsbeiträgen Fragen nach Unterstützungsmöglichkeiten, Hilfsangebote und zuversichtliche Stimmen. OB Bolay und die Landkreis-Vertreter gingen ohne Umschweife auf die Fragen und Beiträge der Bürger ein, die Diskussion verlief ruhig und sachlich.

Der Oberbürgermeister ließ nichts unversucht, mit Statistiken und polizeilichen Einschätzungen gegen Sicherheitsbedenken an zu argumentieren. Es werde auch „keine Toleranz gegenüber Delikten” geben, versprach Christof Bolay. Allerdings könne er durch Worte allein niemandem Angst nehmen, räumte er ein und warb dafür, die Flüchtlinge möglichst rasch nach deren Eintreffen kennenzulernen, den Kontakt mit ihnen zu suchen.

Die nächsten Infoabende finden am Montag, 30. November in Nellingen (18-19.45 Uhr: An der Halle, Esslinger Straße 26) und in Kemnat (20-22 Uhr: Festhalle, Haldenstraße 41) statt.

Mehr hierzu im WILIH vom 2.12.2015 – ab 1.12.2015 auf dieser Seite im ePaper Archiv.

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